Ein konsistentes Konzept

Von all den architektonischen Ideen, die unsere Hirne ausgespuckt haben, ist eine von Anfang an dabei gewesen, die nie Opfer von zwingenden Bestimmungen geworden ist, all die laaangen Diskussionen überlebt und sich bis zum Schluss gehalten hat:

Die Idee des Schaffens von zusätzlicher Fläche, durch die teilweise Teilung der 4,40 Meter hohen Räume in zwei Ebenen, ist schon in der ersten Woche entstanden und (zum Glück) bis jetzt erhalten geblieben.

Skizzen aus der Intensivwoche (gezeichnet von Flavia):

Konzept Boxen: Eingestellte, begehbare

die zweite Ebene auf Raumdeckeln

Wie die Boxen dann wohl als gebaute Realität aussehen werden? Selbst nach heißen Diskussionen über Material, Farbe und anderen Eigenheiten wissen wir das ehrlichgesagt selbst noch nicht ganz genau …

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A-NULL greift uns unter die Arme

Der Laser hat das Maßband abgelöst. Aber auch ein Distanzer, aka Disto, erspart einem nicht diese lästigen trigonometrischen Berechnungen in der Bauvermessung. Ihn zu verwenden ist schon längst ein alter Hut. Aber genauso schief und verbeult wie ein alter Hut sind unsere Jahrhunderte alten Gemäuer. Da geht so einiges schief. Es gibt kaum wirklich rechte Winkel und die vorhandenen Bestandspläne sind, naja, uns jedenfalls zu unpräzise. Unsere Messlatte liegt eben hoch.

Glücklicherweise wurden wir von dem in Wien ansässigen Unternehmen „A-NULL Bausoftware“ unterstützt, die neben IT Lösungen für integrale Planung auch am neuesten Stand der Vermessungstechnik sind und mit uns ihren FARO übers Gelände jagten. FARO ist kein Mitarbeiter, sondern sozusagen Distos großer Bruder. Er schießt Laserstrahlen in alle Richtungen, wie ein Roboter aus einem Sci-Fi Film, und liefert hochauflösende Punktwolken, die die Gebäudekontur quasi mikrometergenau abzeichnen. Gleichzeitig schießt er auch Fotos, die für jeden Innen- und Außenraum Kugelpanoramen liefern und in einer Art Virtual-Reality-Welt vereint werden. Google Street View kann sich hinten anstellen, da wir nun jederzeit spontane Messungen aus der übers Web zugänglichen Punktwolke durchführen können.

Weil auch die hunderttausenden Punkte auch nur eine Wolke sind, haben wir daraus noch ein genaues ArchiCAD Aufmaß-Modell erstellt. Unsere bisherige Planung, die natürlich durchgehend am Puls der Zeit in 3D erfolgt ist (BIM), mussten wir also nur noch in die exakten Messungen übertragen und anpassen. Wir staunten einige Male doch sehr darüber, wie die Wände und Gewölbe nun wirklich übereinanderstehen!

Michael Hammerschick von A-NULL hat uns auch in einer augenöffnenden Schulung die Teamwork-Funktion im ArchiCAD vermittelt, die uns erlaubt, gleichzeitig und gemeinsam an denselben Ausführungsplänen zu zeichnen. Das Projekt liegt so sicher auf einem BIMSERVER, der übers Internet erreichbar ist, und jeder von uns kann dabei sein und mitmachen, wenn es sich entwickelt, verändert und reift.

Wir bedanken uns bei A-NULL Bausoftware und Michael für ihre tatkräftige und inspirierende Hilfe!

http://www.a-null.com