Erntedank am Bauernhof Unternalb und die öffentliche Vorstellung unseres Projektes

Gestern war ein großer Tag. Nicht nur für Kirchgänger, sondern auch für Unternalber, deren Neugierde auf unser Projekt seit Monaten wächst, und natürlich für uns, da wir das erste Mal der Öffentlichkeit das neue Angebot „Zimmer & Frühstück“ vorstellten und durch den neugestalteten Westflügel führten. Das Interesse war groß, so auch die Nervosität an den Tagen zu vor. Die Baustelle ist natürlich noch nicht fertig und musste für den gestrigen Tag aufgeräumt und geputzt werden. Ein Zimmer wurde weitgehend fertig gestellt und schon mit den Prototypen der späteren Möbeln ausgestattet.

Nach der Präsentation unserer Arbeit durch unseren Kollegen Benedikt Hanser, führten wir unter anderem auch den Caritas Präsidenten Michael Landau und Bundesminister Andrä Rupprechter durch die Räumlichkeiten.

Nachdem sich die interessierten Besucher verabschiedeten feierten wir gemeinsam im herbstlich kühlen, aber sonnigen und gemütlichen Garten unseren Erfolg. Caritas Regionalleiter des Weinviertels Thomas Krottendorfer und Tagesstättenleiter Alfred Strohschneider bereiteten ein Dankesfest für uns vor und überraschten uns mit einer wunderbaren Torte. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle!

Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, aber mit dem gestrigen Tag endete die intensive Phase für uns. Nach einem Jahr gemeinsamer Arbeit mit Caritas und allen Gewerken am Bau ist es wieder an der Zeit uns auf das weitere Studium zu konzentrieren. Dennoch werden wir >ObenAuf< in Unternalb nicht komplett aus den Augen verlieren, sondern bis zur Eröffnung im kommenden Frühjahr weiter begleiten.

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Das letzte Stück Boden ist verlegt

Oh wie schön, wenn man nicht mehr in der Schüttung rum steigen und auf jegliche herum liegende Gegenstände achten muss. Seit nun etwa acht Monaten steigen beim Arbeiten über ständige Niveauunterschiede oder balancieren von Polsterholz zu Polsterholz. Das Niveau FOK (=Fußbodenoberkante) ist endlich vollständig erreicht!
Im Raum, in dem wir zuletzt den Boden verlegten, wurden auch die längsten Holzdielen verarbeitet. Die Douglasienbretter, die hier über sechs Meter messen, mussten dafür übers Fenster ins Obergeschoß gehievt werden. Spektakulär, wie so ein Brett nach oben gekippt wird.

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In unterschiedlichen Breiten – zwischen 25 und 43 cm – wurden die 2,5 cm dicken Bretter verlegt und genagelt. Ganz wie in alten Zeiten. Der Denkmalpflege zu Liebe.
In den Gangbereichen wurden die alten Solnhofener-Steinplatten neu verlegt. Und im Erdgeschoß begeistert uns der Estrich schon seit ein paar Wochen.

Feinste Tischlerarbeit

In unserem Projekt kommt viel Holz zum Einsatz. Nicht nur die Möbel und der wunderbare Schiffsboden, sondern auch unsere Badboxen im Raum-in-Raum-Konzept sind aus Holz konstruiert und werden auch mit Holz verkleidet. Bei all diesen Arbeiten greift uns die Tischlerei Dittrich unter die Arme. Auf der Baustelle arbeiten wir weitgehend selbstständig, wobei immer mindestens ein Tischler vorort ist und die „heiklen“ Angelegenheiten erledigt oder uns mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

Die Möbel und auch die Oberflächen für die Verkleidung aus Birken-Multiplexplatten (a.k.a. Ildefonso) werden jedoch in der Tischlerei direkt hergestellt. So machen manche von uns immer wieder Tagesausflüge nach Obermixnitz und kümmern sich dort liebevoll um die Oberflächen. Die einzelnen Teile werden von den Profis geschnitten und wir dürfen sie dann noch mal fein schleifen, abblasen, ölen, abwischen, trocknen lassen, schleifen, ölen, abwischen, trocknen lassen. Und ab auf die Baustelle zur Montage! It’s finish time!