Je höher der Boden, desto niedriger der Raum

Nur ein dünnes Ziegelgewölbe schützt Tonnen von Material und die darauf eifrig werkenden Studenten (uns) vor dem Fall. Schicht für Schicht wurde dieses Material in den letzten Wochen aufgetragen: Über einer wüsten Schicht aus Jahrhundertstaub sind in einer zementgebundenen Styroporschüttung Installationen und Leitungen versteckt. Darauf betten sich in Nut und Feder verleimte OSB-Platten, welche als Schraubgrund für Polsterhölzer (10×10 cm) dienen. Dazwischen kuschelt Dämmwolle. Vollendet wird der Aufbau von großartigen, 6 Meter langen und bis zu 70 cm breiten Douglasie-Dielen. Damit – und mit ihrer Stärke von 28 mm  – kommen diese dem Original Fichten-Schiffsboden erstaunlich nahe.

In die Bäder jedoch wurde auf isolierende Folien ein Estrich gepumpt, in den mit größter Sorgfalt das Gefälle der Duschen eingearbeitet wurde. Darauf werden nächste Woche bereits die ersten Fliesen verlegt werden.

Im Erdgeschoß liegt unter dem Estrich, der sichtbar bleiben soll, eine Fußbodenheizung. Zu den Wänden hin wurde aus denkmalpflegerischen und entlüftungstechnischen Gründen ein Spalt gelassen, der als Kiesstreifen sichtbar bleiben wird.

Das Addieren von all diesem neuen Material ist für uns jedenfalls eine befriedigendere Arbeit als das Entfernen der alten Böden war, das immer anstrengendes Schutt-Schaufeln und Hinauskarren unzähliger Scheibtruhen mit sich brachte.

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Insel aus Beton

Seit Anfang August schlummert in unserem Lager eine Platte aus Beton, die nur darauf wartet ausgeschalt zu werden. Mit Hilfe von Betonmöbelprofi Martin Murero wurde diese vor einigen Wochen gegossen, um eines Tages die Arbeitsfläche unserer selbst entworfenen Kücheninsel zu werden. Gleich daneben liegt eine weitere Platte, die auch in der Küche als Arbeitsfläche ihren Platz finden wird. In beide Flächen sind Waschbecken aus Beton integriert und die Bewehrung ist aus Putzträger-Netzen.

Beim Betonieren von so schönen Dingen ist das Ausschalen manchmal wie Geschenke auszupacken, darum freuen wir uns schon riesig darauf. Damit müssen wir aber noch warten bis die Baustelle für die Möbel bereit ist…

Quadratisch, praktisch, gut

Diese Woche sind endlich unsere großartigen Designfliesen angekommen. Komplett
gesponsert wurden diese von der italienischen Fliesenfirma REFIN. Den Transport übernahm das Unternehmen C.Bergmann.

Die Fliesen passen mit ihren warmen und neutralen Farben perfekt zu den natürlichen Oberflächen und Materialien der Architektur und mit ihrem spielerischen Design auch zu uns.

Wir danken wir herzlich für die Unterstützung und freuen uns schon auf die fertigen Bäder mit Designfliesen.

http://www.refin-fliesen.de

http://www.c-bergmann.at

Was das Salettl ist

Als Salettl bezeichnet man eigentlich jene offenen, freistehenden Pavillons, die man vielleicht in etwas spießigeren Gärten und Parks am Rasen stehen sieht. Das elegante Häuschen, das wir an der Nordwand des Gartens aufstellen, nennen wir also zwar liebevoll, aber eigentlich fälschlicherweise Salettl, wenn sich auch sein Dach Richtung Osten zur Überdachung eines Abstellplatzes und Richtung Westen zu einer Pergola entwickelt. Während unter dem Abstellplatz Mietfahrräder stehen werden, sollen unter der bewachsenen Laube die Gäste frühstücken und Abende ausklingen lassen können. Das statische System bleibt dabei über die gesamte Länge des Konstruktes gleich: Eine Rahmenkonstruktion, unter der die Sichtbetonwände der Hütte stehen. Diese beherbergen nicht nur Platz für eine Fahrradwerkstatt sondern auch Strom- und Wasseranschlüsse für eine eventuelle spätere Umnutzung. Auf den Außenschalungen der Wände wurden von uns sägeraue Bretter befestigt, die dem Beton eine Holzoptik verleihen. Die Deckung der überdachten Teile soll mit den Dachziegeln des Gebäudes erfolgen, das an der selben Stelle gestanden hat. Dieses wurde von uns behutsam abgedeckt und dann mit roher Gewalt abgerissen.(siehe Beiträge vom März 2015) Für den Abriss entschieden wir uns, da das alte Gartenhaus zwar höchst charmant aber ebenso baufällig und kaum nutzbar war. Bald werden auch die Holzrahmen aufgestellt. Wir sind gespannt.

Bewegtes Badboxenbauen

Vor zwei Wochen hat Nevena unsere Baustelle besucht und uns neben gekonnten Schnappschüssen ein wunderbares Video überlassen. Es zeigt uns beim fleißigen Aufbauen der Sanitärraum-Skelette und wie wir sie mit OSB beplanken. Weil’s ein Sonntag war, sieht man nur uns und niemanden von den professionellen Gewerken (derzeit meistens Baufirma, Tischler, Installateur und Elektriker) oder den Caritas-Werkstätten herumgeistern. Darum ist auch die Stimmung entsprechend locker.

Danke, Nevena!

Garten Update

Auch im Außenraum entsteht eine neue Welt. Es wurde umgegraben und modelliert. Diese Woche wurde auch der Beton für das Fundament des Salettls geliefert. Langsam wächst also auch das Ding im Garten.
Besonders wichtig war auch der Testlauf der zukünftigen Feuerstelle im Garten. Die perfekte Positionierung musste durch mehrmaliges Grillen am Feierabend gefunden werden.

Es folgen die Sichtbetonwände des Salettls inklusive Special und die wunderbare Holzkonstruktion des Daches und der Laube. Stay tuned!

Über die Planke!

Die hölzernen Skelette aller Badboxen sind fertig geworden – und alle nötigen Installationen und Leitungen eingebaut. Jetzt geht’s ans Dämmen und Beplanken. Unser aller Feind, die Mineralwolle, die wir zum Füllen der Hohlräume verwenden, wird so schnell wie möglich mit OSB-Platten wieder bedeckt – sozusagen aus den Augen, aus dem Sinn – der Juckreiz lässt jedoch erst viel später nach. Und hat man so eine gesamte Beplankung von Decke und Wänden der Bäder geschafft, darf man auch gleich wieder von vorne beginnen – diesmal mit Gipskartonplatten. Das ganze wird verspachtelt und mit einer zweiten Schicht Gipskarton ein drittes Mal verkleidet.

Durch die sich jetzt tatsächlich schließenden Wände bekommt man zum ersten Mal einen ganz anderen Eindruck, wenn man die Räume betritt: Man kann sich die fertigen Zimmer und Bäder schon vorstellen.

In einer Woche soll die Schüttung in die Boxen eingebracht werden und der Estrich darüber gegossen. Gut, dass wir tatkräftige Unterstützung von Studienkollegen bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Workshopteilnehmer, ohne die wir vermutlich ein kleines Zeitproblem hätten und die wieder so richtigen Schwung auf der Baustelle bringen!