Möbel auspacken einmal anders

Etwa ein Monat nach dem Betonieren ist es endlich so weit: Wir dürfen die gegossenen Schönheiten auspacken und bewundern. Ganz so schnell und einfach wie den Karton vom Billi-Regal aufzureissen ist es jedoch nicht. Zu fünft lösen wir die Schalung an der Oberseite, um die ca. 350 kg schwere Betonküchenplatte dann mit Hilfe vier starker Klienten umzudrehen. So etwas gehört koordiniert und mit viel Gefühl gemacht, um Risse zu vermeiden. Dabei half uns wieder der Profi Martin Murero.
Danach folgen stundenlanges Schleifen, Polieren, Einschmieren, Streicheln und Einlassen. Wie wir den Transport in die etwa 200 m entfernte Küche am anderen Ende des Gutshofs schaffen – dafür müssen wir unsere Köpfe noch anstrengen.

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Quadratisch, praktisch, gut

Diese Woche sind endlich unsere großartigen Designfliesen angekommen. Komplett
gesponsert wurden diese von der italienischen Fliesenfirma REFIN. Den Transport übernahm das Unternehmen C.Bergmann.

Die Fliesen passen mit ihren warmen und neutralen Farben perfekt zu den natürlichen Oberflächen und Materialien der Architektur und mit ihrem spielerischen Design auch zu uns.

Wir danken wir herzlich für die Unterstützung und freuen uns schon auf die fertigen Bäder mit Designfliesen.

http://www.refin-fliesen.de

http://www.c-bergmann.at

Bewegtes Badboxenbauen

Vor zwei Wochen hat Nevena unsere Baustelle besucht und uns neben gekonnten Schnappschüssen ein wunderbares Video überlassen. Es zeigt uns beim fleißigen Aufbauen der Sanitärraum-Skelette und wie wir sie mit OSB beplanken. Weil’s ein Sonntag war, sieht man nur uns und niemanden von den professionellen Gewerken (derzeit meistens Baufirma, Tischler, Installateur und Elektriker) oder den Caritas-Werkstätten herumgeistern. Darum ist auch die Stimmung entsprechend locker.

Danke, Nevena!

Drähte, Kabel, Rohre, Schläuche

Genauso wichtig wie ein Entwurf sind natürlich die technischen Dinge. Darunter: HKLSE. HKLSE ist die Sammel-Abkürzung für Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär und Elektro und ist überraschend herausfordernd.

Seit einiger Zeit schon werkeln nun Installateur und Elektriker auf der Baustelle. Wir unterstützen beispielsweise durch freudiges Schlitze-Stemmen, Wand- und Decken-Durchbrechen und genauso wichtiges Aufpassen-wo-man-hintritt. Das Gebäude ist mittlerweile durchzogen von allerlei bunten Rohren, Kabeln und Schläuchen und auf den Wänden häufen sich neben dem eh schon vorhandenen Gekritzel noch mehr Markierungen.

Bevor die ausführenden Firmen auf der Baustelle eintrafen waren natürlich eine Menge zeitraubende Dinge zu erledigen. Allem voraus die HKLS- und die E-Planung, die in ständiger Absprache (um nicht zu sagen ständigem Hin- und Her) mit den jeweiligen Planungsbüros geschah, aber auch das Aussuchen von Geräten und Produkten, die wir preisgünstiger oder gar umsonst bekommen wollen, aber trotzdem unseren hohen Ansprüchen (in puncto Ästhetik, Barrierefreiheit, Hygiene, etc.) entsprechen müssen. Beim nicht un-leidigen Suchen von Sponsoren und Unterstützern fängt an manchen Tagen unser Postausgang zum Glühen an und die dabei produzierten Mails könnte man gedruckt wohl schon in ein ordentliches Buch binden.

A-NULL greift uns unter die Arme

Der Laser hat das Maßband abgelöst. Aber auch ein Distanzer, aka Disto, erspart einem nicht diese lästigen trigonometrischen Berechnungen in der Bauvermessung. Ihn zu verwenden ist schon längst ein alter Hut. Aber genauso schief und verbeult wie ein alter Hut sind unsere Jahrhunderte alten Gemäuer. Da geht so einiges schief. Es gibt kaum wirklich rechte Winkel und die vorhandenen Bestandspläne sind, naja, uns jedenfalls zu unpräzise. Unsere Messlatte liegt eben hoch.

Glücklicherweise wurden wir von dem in Wien ansässigen Unternehmen „A-NULL Bausoftware“ unterstützt, die neben IT Lösungen für integrale Planung auch am neuesten Stand der Vermessungstechnik sind und mit uns ihren FARO übers Gelände jagten. FARO ist kein Mitarbeiter, sondern sozusagen Distos großer Bruder. Er schießt Laserstrahlen in alle Richtungen, wie ein Roboter aus einem Sci-Fi Film, und liefert hochauflösende Punktwolken, die die Gebäudekontur quasi mikrometergenau abzeichnen. Gleichzeitig schießt er auch Fotos, die für jeden Innen- und Außenraum Kugelpanoramen liefern und in einer Art Virtual-Reality-Welt vereint werden. Google Street View kann sich hinten anstellen, da wir nun jederzeit spontane Messungen aus der übers Web zugänglichen Punktwolke durchführen können.

Weil auch die hunderttausenden Punkte auch nur eine Wolke sind, haben wir daraus noch ein genaues ArchiCAD Aufmaß-Modell erstellt. Unsere bisherige Planung, die natürlich durchgehend am Puls der Zeit in 3D erfolgt ist (BIM), mussten wir also nur noch in die exakten Messungen übertragen und anpassen. Wir staunten einige Male doch sehr darüber, wie die Wände und Gewölbe nun wirklich übereinanderstehen!

Michael Hammerschick von A-NULL hat uns auch in einer augenöffnenden Schulung die Teamwork-Funktion im ArchiCAD vermittelt, die uns erlaubt, gleichzeitig und gemeinsam an denselben Ausführungsplänen zu zeichnen. Das Projekt liegt so sicher auf einem BIMSERVER, der übers Internet erreichbar ist, und jeder von uns kann dabei sein und mitmachen, wenn es sich entwickelt, verändert und reift.

Wir bedanken uns bei A-NULL Bausoftware und Michael für ihre tatkräftige und inspirierende Hilfe!

http://www.a-null.com

Neues Atelier

Dank Max und seinen lukrativen Beziehungen und der Kooperation der Caritas konnten wir nun Räumlichkeiten im leerstehende ehemaligen Hauptzollamt im dritten Bezirk als Atelier beziehen. Endlos Platz für uns und unsere Ideen – eine neue Denkwerkstatt!

Küche ist eingerichtet, Arbeitsplätze installiert. Entwurfsdetaillierungen werden gemacht.